Goodwill-Projekt · Open Career Record
person.work — den CV im Gespräch pflegen, nicht im Formular
person.work richtet sich an erfahrene Freelancer und IT-Berater, die bereits mit Claude, ChatGPT, Codex oder einem lokalen Agenten arbeiten und einen bestehenden CV haben. Statt denselben Lebenslauf in Dokumenten, Formularen und PDFs mehrfach zu pflegen, verbinden sie ihren eigenen Agenten per MCP. Er strukturiert die Änderung, person.work macht sie prüfbar, und erst der Mensch entscheidet, was gilt. Aus dem bestätigten Career Record entstehen Webprofil, PDF und offene Daten aus derselben Faktenquelle.
Was entstanden ist
Drei klar getrennte Schichten: Interpretation durch den gewählten Agenten, Kontrolle bei der Person und verlässliche Ausgaben aus einem Record:
Der eigene Agent. Claude, ChatGPT, Codex oder ein lokaler Agent liest den vorhandenen CV, fragt bei Unklarheiten nach und übergibt per MCP nur strukturierte Fakten. Beim MCP-Sync bleibt der Roh-CV beim gewählten Agenten; person.work betreibt keine zweite Modell-Pipeline, die den Inhalt erneut und möglicherweise schlechter deutet.
Die Kontrollgrenze — person.work. OAuth 2.1 begrenzt, was ein Agent lesen, initial synchronisieren oder als Änderung vorschlagen darf. Neue Records bleiben privat. Laufende Änderungen erscheinen als prüfbarer Diff; ein Agent kann seine eigenen Vorschläge weder bestätigen noch veröffentlichen.
Die gemeinsame Quelle — der Open Career Record. Bestätigte Rollen, Projekte und Zeiträume werden einmal strukturiert gespeichert und als Webprofil, PDF und JSON ausgegeben. Das zugrunde liegende Format ist als experimenteller, MIT-lizenzierter Entwurf auf openworkid.org dokumentiert, damit der Record portabel bleibt und nicht von person.work abhängt.
Die harten Entscheidungen
Die Qualität der Interpretation soll nicht an einem fest eingebauten, kleinen Modell hängen. Deshalb findet sie im Agenten statt, den der Nutzer ohnehin gewählt und mit seinem Kontext ausgestattet hat. person.work validiert anschließend deterministisch die Struktur, statt den Inhalt mit einem eigenen Modell umzuschreiben.
Agenten dürfen pflegen, aber nicht entscheiden. Getrennte OAuth-Berechtigungen, private Erstsynchronisierungen und eine zwingende Freigabe für laufende Vorschläge machen menschliche Kontrolle zu einer Systemeigenschaft statt zu einem Hinweistext.
person.work ist bewusst ein nicht-kommerzielles Goodwill- und Public-Commons-Projekt der Entwicklerherz GmbH: keine Pläne, keine bezahlte Sichtbarkeit, kein Verkauf von Profildaten. Die Kaltstartphase prüft, ob Menschen diesen Career Record freiwillig nutzen — nicht, wie früh daraus ein Geschäftsmodell wird.
Warum das hier steht
person.work zeigt den Entwicklerherz-Ansatz an einem eigenen System: Modelle dort einsetzen, wo Interpretation wertvoll ist; Identität, Berechtigungen, Validierung und Freigaben deterministisch halten; offene Schnittstellen von Anfang an mitbauen. So wird aus einer KI-Funktion ein verantwortbares Agentensystem im realen Betrieb.
Agentenpflegbar · eigentümerkontrolliert · portabel
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